Du traust dich nicht, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen? So gelingt es doch!


In 7 Schritten zur Gehaltserhöhung

Bist Du auch jemand, der oder die eine Gehaltserhöhung verdient hätte? Und fällt es dir auch schwer deinen Chef danach zu fragen? Dann zeigt dir dieser Artikel wie Du es erfolgreich und  leicht in 7 Schritten doch tun kannst. 

 

Jetzt ist der Zeitpunkt deine Gehaltserhöhung vorzubereiten

Vor allem, wenn Du in einem mittleren oder größeren Unternehmen mit Jahresbudget und -Zielerreichung arbeitest, ist es jetzt höchste Eisenbahn, deine Gehaltserhöhung vorzubereiten. Für diese Unternehmen ist ein günstigster Moment für ein erfolgreiches Gehaltsgespräch ab Ende des ersten bis Ende des zweiten Quartals. Das Jahr steht dann noch relativ am Anfang, es herrscht noch Aufbruchsstimmung. Die Umsatz- und Gewinnerwartung ist optimistischer als im fortgeschrittenen Jahr und in den Budgets ist noch Platz. Die Führungskräfte möchten die Mitarbeiter motivieren, die Ziele zu erreichen. Alles ist dann noch möglich.

 

Höchste Zeit für eine Gehaltserhöhung ist es auch dann, wenn Du unzufrieden bist mit deinem Gehalt. Vielleicht hast Du sehr viel geleistet seit der letzten Erhöhung, und hast jetzt das Gefühl, dass das Verhältnis zwischen Geben und Nehmen mit deinem Arbeitgeber nicht mehr stimmt. 

 

Damit Du nach deinem Gehaltsgespräch jedoch wirklich das erwünschte Geld (oder wünscht Du dir andere Vorteile?) zusätzlich in die Tasche bekommst, ist es ratsam, es gut und mit längerer Vorlaufzeit vorzubereiten. 

 

Warum Du das Gespräch vorbereiten solltest

Es hat große Vorteile, das Gespräch mittel- bis langfristig vorzubereiten, um Argumente für eine Erhöhung zu sammeln und sie deinem Chef schmackhaft zu präsentieren. Auch ein gutes Mindset und Rollenspiele helfen dir, den Ablauf des Gesprächs souverän mitzugestalten und eine gute Win-Situation auf allen Seiten entstehen zu lassen.

 

Wenn Du über ein großartiges Selbstbewußtsein verfügst, dich immer schon gut verkaufen konntest und keinerlei Schwierigkeiten hast, deine Interessen redegewandt zu vertreten und durchzusetzen, dann benötigst Du keine Vorbereitung. 

 

Vielleicht geht es dir aber auch so wie vielen, besonders Frauen, die ihr Licht bei der Arbeit eher unter den Scheffel stellen und denen es schwer fällt, ihren Chef um mehr Gehalt zu bitten. Nicht umsonst verdienen Frauen rund 22% weniger als ihre männlichen Kollegen im gleichen Job. Hier hilft es erst einmal eine Art Redaktionsplan für die Selbst-PR zu entwerfen und ihn möglichst langfristig vor dem Gehaltsgespräch umzusetzen. 

 

Das ist nicht nur sinnvoll zur Vorbereitung eines Gehaltsgesprächs, sondern eine notwendige Maßnahme, um langfristig mit dem Chef und Unternehmen ein ausgewogenes motivierendes und gesundes Arbeitsverhältnis für sich zu schaffen und zu erhalten.

 

Wie DU Einfluß auf dein Gehalt nimmst

Versetze dich einmal in die Lage deines Chefs oder deiner Chefin. Würdest Du das Gehalt einer Mitarbeiterin von dir aus erhöhen, wenn sie nicht danach fragt und Du auch nicht weißt, dass sie unzufrieden mit ihrem Gehalt ist? Zudem hättest Du meist nur ein begrenztes Budget für Gehaltserhöhung vom Unternehmen zur Verfügung und wärst dir sicher, dass einige der männlichen Mitarbeiter mit guten Argumenten wie jedes Jahr nach einer Erhöhung fragen werden. Was würdest Du tun? Es ist sehr wahrscheinlich, dass Du der Mitarbeiterin allenfalls eine kleine (Inflations-/Tarif-) Erhöhung gibst und die dich bedrängenden anderen männlichen Mitarbeiter zufriedenstellen willst.

 

Es gilt also auch hier das Motto: ‚Wer fragt, gewinnt‘. Außerdem ist es wichtig, dass Du deinen Chef darüber informierst, WAS Du willst, denn er kann keine Gedanken lesen.

 

Wie Du dich traust, deinen Chef nach mehr Gehalt zu fragen 

Die folgenden 3 Methoden helfen dir, wenn Du zögerst, deinen Chef um mehr Gehalt zu bitten:

  1. Werde dir klar darüber, was dich davon abhält. Oft sind es gelernte Weisheiten und  Glaubenssätze wie 'ich muß bescheiden sein' und 'Geldgier macht unattraktiv ' was bei uns Frauen besonders verbreitet ist. Spüre nach, was genau dich abhält und formuliere deine persönlichen Sätze, die dir in den Sinn kommen, um. Du hast das Recht auf die entsprechende Bezahlung deiner Leistung. Sag dir das zur Verstärkung auch laut, bis Du es glaubst.
  2. Manchmal hapert es auch am Bewusstsein deiner eigenen Leistung. Vielleicht hast Du das Gefühl, Du hättest eine Gehaltserhöhung nicht verdient. Die erste Übung in meinem Blogartikel Anerkennung DIY hilft dir dabei, dir bewusst zu werden, was Du leistest. Schreibe dir über mehrere Wochen jeden Abend vor dem Schlafengehen 5 Dinge aus deinem Job auf, die Du gut gemacht hast. Frage auch Kollegen oder deinen Chef regelmäßig nach Feedback, denn oft sind deine eigenen Stärken für dich selbstverständlich und schwer zu erkennen. 
  3. Wenn es daran liegt, dass Du Angst vor der Ablehnung, vor einem NEIN hast, helfen oft Rollenspiele. Simuliere laut mit einem Sparringspartner mögliche Gesprächsvarianten. Schlüpfe auch in die Rolle deines Chefs. Fühle in ihn hinein und merke, dass ein mögliches NEIN nicht persönlich gemeint ist, sondern einfach nur ein 'Nein, heute geht es nicht' bedeutet. So verlierst Du die Angst vor einem eventuellen Nein für deine Gehaltserhöhung und kannst dir Alternativen und Argumente überlegen, die Du nach dem Nein auf den Tisch bringen kannst. 

Du siehst, überlegtes Handeln und gutes Vorbereiten bringen Vorteile. Zu einer guten Vorbereitung gehören für mich die folgenden Schritte:

 

In 7 Schritten zur Gehaltserhöhung

Je nachdem wie Du rhetorisch und persönlich sicher bis oder nicht, oder ob Du schon Argumente hast oder sie noch schaffen willst, plane weniger oder mehr Vorlauf und Zeitaufwand ein.

 

Gut vorbereitet bist Du auf jeden Fall mit diesen 7 Schritten.

 

Schritt 1: Blick nach Innen – definiere dein Ziel

Bekomme in Schritt 1 zunächst heraus, was Du wirklich möchtest. Möchtest Du einfach nur ein höheres Gehalt oder spielen Enttäuschung eine Rolle und der Wunsch nach mehr Akzeptanz und Anerkennung deiner Arbeit? Mit welcher Gehaltserhöhung, glaubst Du, wärst Du vollauf zufrieden? Stell dir jetzt vor, Du hättest diese Erhöhung schon. Wie würde sich das anfühlen? Wärst Du tatsächlich dann zufrieden oder würde etwas fehlen? Und wenn ja, was wäre das? Achte genau auf die Gefühle, die bei dir hochkommen, denn Sie sind dein bester Ratgeber für deine Ziele und Zufriedenheit im Job. 

 

Möchtest Du einfach nur mehr Gehalt? Prima, dann überlege nun, um wieviel  Prozent monatlich dein Gehalt steigen müßte, damit Du es für angemessen hältst. Oft wird eine Gehaltserhöhung erst ab 7% aufwärts als motivierend empfunden, da geringere Erhöhungen sich nach Steuerabzug kaum bemerkbar machen. Was ist dein Minimalziel und was dein Maximalziel mit 100% Zufriedenheits-Garantie? Und was bist Du dir Wert? Überlege in Ruhe, notiere deine Ziele und Gedanken und gehen dann zu Schritt 2. 

 

 

Möchtest Du eigentlich etwas anderes als mehr Gehalt? Mehr Urlaub, mehr Gleitzeit, mehr Anerkennung, mehr Feedback, andere Arbeitszeiten, mehr Verantwortung etc.? Dann mache dir das zum Ziel und beziffere und formuliere hier ebenfalls konkret dein Minimal- und Maximalziel. Auch dafür bereitest Du am besten ein Gespräch mit Chef oder Chefin vor, jedoch mit dem Ziel die individuelle Vergütungsform zu bekommen, die dir persönlich am meisten bringt. Argumentiere, dass das Unternehmen so am meisten von deinen Stärken und Fähigkeiten profitieren kann.

 

Schritt 2: Blick nach Außen - realistische Gehaltssteigerung finden

Bekomme im zweiten Schritt ein Gefühl dafür, in welcher Bandbreite sich eine realistische Gehaltserhöhung in deiner Situation bewegt. Mache Benchmarking im eigenen Unternehmen und vergleiche im Internet mit Gehaltsreports unter Stepstone.de, was KollegInnen in anderen Unternehmen auf ähnlichen Stellen wie verdienen. 

 

Sind die Gehälter deines Unternehmens oder der Branche insgesamt eher niedrig oder hoch im Vergleich zu den anderen? Beachte auch die Wirtschaftslage allgemein und die finanzielle Situation deines Unternehmens. 

 

Wenn deine letzte Gehaltserhöhung schon mehrere Jahre her ist und Du jedoch kontinuierlich jedes Jahr mehr geleistet hast, kann deine geforderte Erhöhung auch um 20% oder höher liegen. Entscheidend dafür sind deine Argumente.  

 

Schritt 3: Argumente sammeln für eine Win-Win-Situation

Sammle schon im Vorhinein Argumente für eine Erhöhung und helfe deinem Chef, sich an deine Leistungen zu erinnern. Zum Beispiel mit einer visuell überzeugenden Aufstellung, Tabelle oder Mappe deiner Leistungen seit der letzten Gehaltserhöhung.

 

Nutze auch deine Anerkennungs-Abendliste, um Argumente und Beispiele für deine gute Performance zu finden.

 

Gute Argumente sind zum Beispiel:

  1. Du hast mehr gemacht als erwartet: 'Zusätzlich zu meinem normalen Arbeitspensum … habe ich DIESE Projekte erfolgreich umgesetzt (Rücke neben deinen Chef und zeige ihm dabei deine visuelle Aufstellung) … habe ich in Überstunden DIESEN Prozess optimiert … den Kollegen eingearbeitet… mich weitergebildet in einem wichtigem Bereich … mehr Verantwortung übernommen …  habe ich xx% mehr Umsatz erreicht … neue Kunden/Kooperationen gewonnen … mehr Profit gemacht!'
  2. Du hast es besser gemacht als erwartet: 'Ich habe im letzten Jahr bei guter Leistung x% Kosten eingespart … das Produkt attraktiver gemacht … den Prozess verbessert … eine tolle Initiative ins Leben gerufen … DIESE gute Ideen in anderen Projekten eingebracht … als Sparringspartner ausgeholfen … gute PR für unsere Abteilung gemacht!'

No-Go’s  sind:

  •  Vergleichen mit anderen Kollegen bezüglich Gehalt oder Leistung: 'Herr XY bekommt viel mehr als ich… macht weniger Überstunden … hat weniger Projekte erfolgreich beendet … ist langsamer als ich'
  • Private Gründe: 'Ich bin gerade finanziell schlecht dran... wir haben ja jetzt ein zweites Kind bekommen… ich muß das Haus abbezahlen.''
  • Drohungen oder Trotz: 'Ich mache sonst keine Überstunden mehr, ... bin sonst unmotiviert ... ich kündige sonst.'

Schritt 4: Einwände berücksichtigen

Gehe im Geiste und möglichst auch schriftlich die Einwände für jedes deiner Argumente durch, die dein Chef bringen wird, um im Sinne des Unternehmens auszutesten, wie weit er dich von dem gewünschtes Gehalt herunterhandeln kann.

 

Schlüpfe in die Schuhe deines Chefs oder deiner Chefin. Was denkt sie oder er über dich? Was würde dein Vorgesetzter sagen? Oder was würden deine Kollegen einwenden? Überlege, wie Du die negativen Einwände entkräftest. Lasse dir dabei vom Partner oder Freunden helfen. Nimm positive Punkte, die dir beim Rollentausch eventuell auch einfallen in deine Argumentationsliste mit auf.

 

Überlege dir zielorientierte Erwiderungen zu Neins, wie zum Beispiel:

  1. „Wenn jetzt für das Unternehmen ein schlechter Moment ist, dann sprechen wir noch einmal in einem halben Jahr/9 Monaten…“
  2. „Ein gute Lösung wäre für mich statt dessen auch die Bezahlung eines Kita-Platzes….“
  3. „Wenn das Unternehmen finanziell im Moment nicht so gut steht, würde ich anbieten, bei gleicher Bezahlung, mit meiner Arbeitszeit auf 80% herunterzugehen.“ (Das ist nur interessant für Sie, wenn Sie das langfristig wirklich wollen! Denn oft ist es schwer, danach wieder auf 100% aufzustocken.)
  4. Bei Kritik durch den Chef: „Dann schlage ich vor, dass Sie mir bei und nach jedem Projekt in Zukunft ein kurzes Feedback geben, so dass ich genau weiß, was Sie erwarten und so im nächsten Jahr bei guter Performance eine Gehaltserhöhung bekomme.“

Erwartest Du, dass dein Chef deine Leistungen sofort erkennt, wenn Du sie ihm präsentierst? Nein? Dann benötigst Du noch mehr zeitlichen Vorlauf, denn dann ist es wichtig,  deine Leistungen vor dem Gespräch erst noch im Alltag sichtbar zu machen. Deshalb ist es gut, viele Monate vor dem Gehaltsgespräch zu beginnen die Weichen zu stellen.

 

Schritt 5: Redaktionsplan für Selbst-PR organisieren

Hier hilft dir ein Redaktionsplan mit Selbst-Public-Relation-Maßnahmen zu passenden Gelegenheiten. Wenn Du bisher gelernt hast, dass ‚Eigenlob stinkt‘ ist es jetzt an der Zeit, dich von diesem Glaubenssatz zu trennen, denn er steht zwischen dir und deiner Gehaltserhöhung, deiner Anerkennung und letztendlich vermutlich auch deiner Zufriedenheit im Job. Entscheide dich JETZT dafür, dass Du gut bist, und dass Du offen zeigen darfst, wie gut Du bist, anstatt dein Licht weiterhin unter den Scheffel zu stellen. Ich empfehle dir, es dir solange laut zu sagen, bis Du deine Worte überzeugend findest. Du kannst dabei auch die Stimme variieren oder auch sehr laut und sehr energisch werden: ICH ENTSCHEIDE MICH JETZT DAFÜR, DASS ICH GUT BIN!!! ICH DARF ZEIGEN, DASS ICH GUT BIN!!!

 

Der Zeitraum deines Redaktionsplans umfasst mindestens die Zeit bis zu deinem Gehaltsgespräch. Er dauert solange, bis dein Chef erfahren hat, was Du leistest und worin Du gut bist, damit Du deine Argumente untermauern kannst.

 

Wenn dir selbst keine Maßnahmen einfallen, schaue sie bei Kollegen mit guter Selbst-PR ab. Vielleicht haben deine Freunde auch noch weitere Ideen für deinen Redaktions-Plan wie zum Beispiel:  

  1. zufriedene Kunden, Kollegen, Kooperationspartner bitten, sich bei Gelegenheit auch dem Chef gegenüber positiv zu äußern
  2. Chef in Email-Kopie setzen bei gutem Feedback von anderen 
  3. Feedback einholen beim Chef und Kollegen, wenn Du das Gefühl hast etwas gut gemacht zu haben
  4. dem Chef bei Status-Berichten auch kurz zu erzählen, welche Hindernisse und Probleme bisher aufgetaucht sind und wie Du sie gelöst hast

 

Schritt 6: Gespräch vorbereiten und üben

1. Vereinbare frühzeitig einen Termin, bei dem Du in Ruhe mit deinem Vorgesetzten sprechen kannst. Sollte er an dem Tag schlechte Laune haben, zögere nicht, den Termin unter einem Vorwand auf einen besseren Tag zu verschieben. Sage auch schon, dass es um dein Gehalt gehen soll, damit dein Chef sich nicht überrumpelt fühlt.

 

2. Übe vor dem Gespräch, schnell in eine gute selbstbewusste Haltung zu kommen. Zum Beispiel mit guter Musik, Yoga-Übungen wie ‚Berg‘ oder ‚Löwe‘, der Lächel-Übung einem Foto zum Beispiel von dem Urlaub, den Du dir danach leisten kannst, oder lasse dir kurz vorher von einem unterstützenden optimistischen Kollegen erzählen, was Du alles gut machst.

 

3. Bereite deine Leistungsaufstellung/-tabelle/-mappe vor.

 

4. Bestimme deine Gesprächs-Taktik:

  • Was ist dein Wunschziel? Behalte es immer im Kopf!
  • Was ist dein Einstiegsziel, dass Du zuerst nennen wirst: es sollte sehr viel höher als das Wunschziel sein, denn dein Chef wird erfahrungsgemäß nicht sofort auf das erste Ziel eingehen, sondern dich herunterhandeln.
  • Was ist dein Minimumziel unter dem Du auf keinen Fall das Gespräch beenden willst?
  • Welche alternativen Zuwendungen schlägst Du vor, wenn dein Chef nicht auf eine Erhöhung eingeht?

5. Übe den Ablauf des Gesprächs: 

  • Der Anfang und das Ende sollten positiv sein. Vielleicht mit Small-Talk über kleine Gemeinsamkeiten wie Sport, Teilnahme an einem Projekt und ja, auch über das Wetter ;-)
  • Finde eine respektvolle gute Einleitung. Bedanke dich zum Beispiel dafür, dass dein Chef sich Zeit für dich nimmt, und zeige ihm, dass Du ihn schätzt. (nicht übertreiben, es soll ehrlich sein)
  • Übe den Vortrag deiner Argumente und das Aufzeigen deiner Leistungen, wobei Du 2-3 Argumente für einen späteren Zeitpunkt im Ärmel behältst, um sie Einwänden entgegenzusetzen.

6. Mache Rollenspiele, möglichst mit anderen zusammen: Bringe dich schnell in gute Stimmung und übe im Rollengespräch zu sprechen, flüssig deine Argumente vorzutragen und auf mögliche Einwände überzeugend zu reagieren. Mache soviele Durchläufe, bis Du dich gut vorbereitet fühlst.

 

7. Behalte deine Ziele während des Gesprächs immer im Auge: zum Beispiel durch ein Erinnerungs-Symbol auf einem Blatt Papier vor dir oder auf der Leistungsübersicht. Diese kann dir auch als roter Faden dienen, falls du einen Black-Out bekommst. Oder Du machst dir eine Regie-Karte mit kurzen Stichpunkten zur Erinnerung. Deine gute Vorbereitung zeigt deinem Chef auch, wie ernst Du es meinst. 

 

Schritt 7: Gehaltsgespräch führen und nachbereiten

Jetzt bist Du gut vorbereitet und gibst im tatsächlichen Gespräch einfach nur dein Bestes. Mehr kannst Du nicht tun. 

 

Nach dem Gespräch:

 

Wenn Du als Ergebnis keine Gehaltserhöhung erzielt hast, so bin ich mir trotzdem sicher, dass das Gespräch zwischen Euch beiden durch deine gute und bewußte Vorbereitung positiv verlaufen ist und dir Hoffnung für die Zukunft gibt. Vielleicht hast Du mit deinem Chef einen Folgetermin in 3-12 Monaten ausgemacht, an dem Ihr beide noch einmal über dein Gehalt sprecht. Bleib jetzt am Ball. Bereite dich bis zum nächsten Gesprächstermin noch besser vor und verstärken deine Selbst-PR. Frage deinen Chef regelmäßig nach Feedback zu deiner Leistung und was er von dir erwartet, um die gewünschte Gehaltserhöhung zu bekommen. Die Statistik gibt den Beharrlichen Recht! :-)

 

Wenn Du dein Minimalziel oder ein alternatives Ziel erreicht hast, gratuliere ich zur guten Vorbereitung! Wenn Du es nicht so klar immer im Kopf gehabt hättest, wärst Du wahrscheinlich mit 0 Vorteilen aus dem Gespräch herausgekommen. So aber, hast Du vermutlich soviel erreicht, wie zum jetzigen Zeitpunkt möglich war und kannst in einem Jahr noch einmal dein Wunschziel anpeilen. Dein Mut hat sich auf jeden Fall gelohnt!

 

Wenn Du die gewünschte Gehaltserhöhung bekommen hast, kann ich dir nur dazu gratulieren: Großartig! Herzlichen Glückwunsch! Das hast Du toll gemacht! Hättest Du das vorher für möglich gehalten? Manchmal lassen sich eben doch Berge versetzen.

 

Was hast Du jetzt vor?

Traust Du dich nun schon mehr? Fühlst Du dich zuversichtlicher, dass dein Gehaltsgespräch positiv verläuft? Berichte mir sehr gerne von deinen Erlebnissen und stelle Fragen per Email. Ich bin gespannt und wünsche dir gutes Gelingen bei deinen Vorbereitungen und dem Gespräch! :-)

 

      Deine Regina Schneider

 

 

Wünscht Du dir weitere Unterstützung?

Wenn Du noch weitergehende persönliche Unterstützung wünschst, zum Beispiel bei der Einschätzung deiner Argumente oder als Sparringspartner zum Üben für das Rollenspiel oder beim Umformulieren von Glaubenssätzen, die dich blockieren, dann  schenke ich dir 15 Minuten Gratis-Kurzberatung zum Thema Gehaltserhöhung per Telefon bei mir. Schicke mir dazu einfach mit dem Kontaktformular im Link unten eine kurze Notiz mit deinem Wunschtermin am Montag oder Donnerstag, deinen Fragen oder Themen, die Du besprechen möchtest und deine Telefonnummer. Ich bestätige dir den Termin dann schnellstmöglich.  

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Micha Leisinger (Mittwoch, 01 Februar 2017 18:47)


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